Unser EKG-Quiz-Fall

Herr Schmidt ist ein 75-jähriger, adipöser Mann, der sich Ihnen in der Notaufnahme vorstellt. Er berichtet über Herzstolpern, dem Gefühl von Herzrasen sowie Nervosität und Schwindel. Seit Anfang des Monats könne er seinen Körper kaum noch belasten und habe zudem häufig Schweißausbrüche. Bei der körperlichen Untersuchung von Herr Schmidt fällt Ihnen palpatorisch eine deutlich unregelmäßige Herzfrequenz auf. An Vorerkrankungen sind ein Diabetes mellitus Typ II und eine arterielle Hypertonie bekannt. Sie lassen ein EKG schreiben.

Welche Erkrankung liegt dieser Symptomatik am ehesten zugrunde?

Die richtige Antwort lautet Vorhofflimmern.
Vorhofflimmern ist eine atriale Tachyarrhythmie, die durch eine gänzlich ungeordnete („chaotische“) elektrische Aktivierung der Vorhöfe mit Verlust der Fähigkeit zur koordinierten Kontraktion charakterisiert ist. Elektrokardiografisch fehlen eindeutig abgrenzbare Vorhofaktionen, die sogenannten P-Wellen, wohingegen hochfrequente Flimmerwellen mit ständig wechselnder Morphologie, Amplitude und Frequenz sichtbar sind. Die Vorhoffrequenz beträgt etwa 300-600/min. Auf Grund der langsamen Erregungsleitung im AV-Knoten, ist die Frequenz der Kammern deutlich niedriger.

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